3.3.1 Neuorganisation der dauerhaften Kfz-Abstellflächen
¶ 1 Leave a comment on Absatz 1 1 Maßnahmen zum ruhenden Verkehr spielen weiterhin eine zentrale Rolle in der Transformation des öffentlichen Raums. Ziel ist eine multifunktionale Flächennutzung im gesamten Superblock. Erforderliche Stellplätze im öffentlichen Raum sollen weiterhin erhalten bleiben, damit Dienstleister*innen, Mobilitätseingeschränkte, Carsharing-Nutzende oder z. B. Menschen, die umziehen, unkompliziert einen freien Stellplatz finden. So wird die Erreichbarkeit des Quartiers für sie gewährleistet. Um dieses Kurzzeitparken und die weiteren Nutzungen des öffentlichen Straßenraums zu ermöglichen, soll das Kfz-Dauerparken im Zielstandard auf private oder gewerbliche Flächen verlagert werden. Allen Anwohnenden steht es frei, ein privates Kraftfahrzeug zu halten, für die Bereitstellung eines Langzeitstellplatzes sind Haltende jedoch wie für andere private Gegenstände selbst verantwortlich. Je nach örtlichen Gegebenheiten können dafür z. B. private Garagen reaktiviert oder gemeinsame Mobilitätshubs mit Parkhäusern errichtet werden.
¶ 2 Leave a comment on Absatz 2 1 Hierzu sollten zunächst die Kapazitäten auf privaten Flächen ermittelt werden. Durch Mehrfachnutzungen von Supermarktparkplätzen oder anderen privaten Parkflächen / -häusern können die Kapazitäten und die Auslastung bereits versiegelter Flächen zusätzlich erhöht werden. Der Neubau von Quartiersgaragen sollte idealerweise auf Flächen erfolgen, die bereits durch den Kfz-Verkehr genutzt werden und versiegelt sind, wie Tankstellen oder Großparkplätze. Neue Parkbauten können als multifunktionale Gebäude mit Carsharing, Fahrradparken, Lagerboxen, Transporthilfen wie Bollerwagen und Sackkarren, Mikro-Depots für Liefer- und Kurierdienste, Einzelhandel zusätzlich zu einer 15-Minuten-Stadt beitragen.
¶ 3 Leave a comment on Absatz 3 0 Bei Um- und Neubau sind Parkierungsanlagen klimaangepasst zu gestalten (siehe Foto-Beispiel H.1). Sicker- und Retentionsflächen, Vegetation und Bäume sowie Rigolen können dafür sorgen, dass das Niederschlagswasser trotz (Teil-)Versiegelung in unmittelbarer Nähe versickern kann.
¶ 4 Leave a comment on Absatz 4 1 Fototafel Langzeitparken
¶ 5 Leave a comment on Absatz 5 0 Die verlinkten Bilder sind in hoher Auflösung ohne Lizenzbedingungen nutzbar (Creative Commons CC0)

https://qimby.net/image/RHGvo

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Nach dem 5. Satz bitte ergänzen:
„Umgekehrt werden im Bedarfsfall erneut Stellplätze im öffentlichen Raum errichtet, wenn Menschen mit Behinderungen darauf angewiesen sind.“
Am Ende bitte ergänzen:
„Das Vorhalten einer ausreichenden Anzahl von Stellplätzen für Menschen mit Behinderungen sowie für Dienstleistende (z.B. Pflegedienste) in erreichbarer Nähe (!) ist davon unberührt.“