4.1.6 Kooperative Formate und Vernetzung
¶ 1 Leave a comment on Absatz 1 0 In diesen Formaten1 kann eine wirksame Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder entstehen.
¶ 2 Leave a comment on Absatz 2 0 Nachbarschaftsräte


¶ 3 Leave a comment on Absatz 3 1 Nachbarschaftsräte orientieren sich am Prinzip der Bürgerräte2 und bringen per Los aus dem Melderegister gezogene Anwohner*innen zusammen, um gemeinsam mit Verwaltung und Fachplaner*innen konkrete Entwürfe für Superblocks zu entwickeln. Der Spielraum der Beteiligung kann dabei je nach Planungsstand seitens der Planer*innen weit oder eng gefasst werden. Die unterschiedlichen Kenntnisstände und Einstellungen bzgl. Mobilitätsthemen werden durch Übungen wie die gemeinsame Vorstellung des schlechtestmöglichen Zustands ihres Quartiers (“perfect disasters”) auf einen Nenner gebracht. Durch Inputs von Planer*innen und Verwaltung werden die Teilnehmenden zur Erstellung von Superblockplänen befähigt, beispielsweise durch bereitgestellte Infokarten, die die Kosten, Wirkungen und Umsetzungsdauer verschiedener Verkehrsberuhigungsmaßnahmen darstellen, und großformatige Karten des Superblock Gebiets. Die fertigen Konzepte der Nachbarschaftsräte werden den Planer*innen zurückgegeben.3
¶ 4 Leave a comment on Absatz 4 1 Besonders geeignet:
- Für Ämter denen finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen
- Um ein demokratisch abgestimmtes Planungskonzept aus der Anwohner*innenschaft präsentieren zu können
- Um ein möglichst repräsentatives Bild der Anwohner*innenschaft zu konsultieren (geloste Teilnehmer*innen)
- Auch geeignet um Bzeirksübergreifend Superblock zu planen oder Policy gemeinsam mit Anwohner*innen zu entwickeln.
¶ 6 Leave a comment on Absatz 6 1 Zu beachten:
- Zeitintensiv für Teilnehmer*innen
- Bestimmte Zielgruppen (Kinder, Alte, Menschen im Schichtdienst oder mit Sorgetätigkeiten etc.) können bei ganztägigen Formaten nicht teilnehmen
- Der Spielraum der Beteiligung und die Planungsziele bestimmter Teilnehmer*innen sind teils schwer zu vereinbaren
- Um Frustration zu vermeiden, ist Expertise in Moderation und Vermittlung notwendig.
¶ 8 Leave a comment on Absatz 8 0 Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Formaten:
- Mmit Nachbarschaftsspaziergängen, um die gelosten Bürger*innen näher über Superblocks zu informieren
- Vorstellung von Ergebnissen aus den konsultierenden Formaten.
¶ 10 Leave a comment on Absatz 10 0 Projektschmiede
¶ 11 Leave a comment on Absatz 11 0 In Projektschmieden werden Stakeholder aus früheren Formaten mit im Vorfeld identifizierten Initiativen (beispielsweise Grünflächenpat*innen, Künstler*innenkollektive, Jugendclubs) vernetzt, um für die gestalterische (nicht verkehrliche) Zukunft von Superblocks neue Ideen, Kooperationen und Verantwortlichkeiten zu sammeln.
¶ 12 Leave a comment on Absatz 12 0 Besonders geeignet:
- Um Kümmerer*innen zu aktivieren und mit Ämtern in Kontakt zu setzen, die über Investitionen der Stadt hinaus Wartungen bspw. von blau-grüner Infrastruktur sichern (siehe 3.2.1)
- Um Superblocks in die Hände der Anwohner*innen zu übergeben.
¶ 14 Leave a comment on Absatz 14 2 Zu beachten:
- Zeitintensiv für Teilnehmer*innen
- Kinder, Alte, Menschen im Schichtdienst etc. können bei ganztägigen Formaten nicht teilnehmen
- Der Spielraum der Beteiligung und die Vorhaben bestimmter Gruppen sind teils schwer zu vereinbaren
- Um Frustration zu vermeiden, ist Expertise in Moderation und Vermittlung notwendig.
¶ 16 Leave a comment on Absatz 16 0 Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Formaten:
- Mit Teilnehmer*innen der Nachbarschaftsräte und bis dahin identifizierten Initiativen
- Vorstellung von Ergebnissen aus den konsultierenden Formaten.
- Die Stadt Köln hat Bürger*innenräte bereits erfolgreich im Kontext urbaner Transformationen eingesetzt. In drei Sitzungen über einen Zeitraum von einem Jahr wurden gemeinsam mit einem repräsentativen Querschnitt der Kölner Bevölkerung Empfehlungen für Ziele, Maßnahmen, Raumpriorisierung und Öffentlichkeitsbeteiligung bei der zukünftigen Gestaltung von Straßenräumen erarbeitet. Stadt Köln (2025) ↩︎
- Curato & Farell (2021) Siehe auch https://losland.org/ ↩︎
- Die Abstimmungen kann nach absoluten Mehrheiten erfolgen oder durch Kkonsensieren: Dort entscheidet nicht eine Mehrheit über die Annahme eines Konzepts, sondern der Lösungsweg, der unter allen Teilnehmer*innen den geringsten Widerstand erzeugt. ↩︎
Zu „per Los“
Hinweis:
Das Losverfahren sowie jede andere zufällige Zusammensetzung eines Beteiligungsgremiums führt dazu, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend berücksichtigt werden können.
Die Beteiligung der Verbände von Menschen mit Behinderungen ist hierfür unerlässlich.
Nach „Infokarten“ bitte ergänzen:
„sowie andere, barrierefreie Methoden“
Menschen mit Sehbeeinträchtigungen können Infokarten kaum selbstständig nutzen.