Wie würden Sie einen Superblock planen?
Superblocks sind städtische Quartiere mit hoher Lebensqualität, guter Klimaresilienz, mit sicherer Fuß-, Fahrrad- und ÖPNV-Infrastruktur und ohne Kfz-Durchfahrtsverkehr.

Seit 2023 geben wir die Empfehlungen für Superblocks heraus, eine Handreichung für Menschen in der Stadtplanung, in Politik und Bürgerinitiativen. Seit der ersten Ausgabe der ESu haben wir viele neue Erfahrungen gesammelt und auch die Rechtslage hat sich mit dem neuen Straßenverkehrsgesetz deutlich verbessert.
Jetzt liegt der Entwurf für die Ausgabe 2026 vor. Weite Teile wurden grundlegend überarbeitet: Die Verkehrsführung in Anliegerzonen wurde für unterschiedliche Typen von Stadtviertels differenziert. Viel Augenmerk liegt nun auf der hochwertigen städtebaulichen und klimatischen Gestaltung. Die in den Medien viel zitierten Sperrpfosten werden weitgehend durch bauliche Modalfilter ersetzt. Das Kapitel zu den rechtlichen Grundlagen gibt nun sehr detaillierte und für die Praxis hilfreiche Hinweise für die rechtsichere Umsetzung. Ebenso wurde ein eigenes Kapitel für eine differenzierte und praxisgerechte Öffentlichkeitsbeteilung erarbeitet.
Die Kommentierungsphase ist abgeschlossen
In der Kommentierungsphase (12. Januar bis 22. Februar 2026) sind 233 Kommentare aus der Fachwelt und Zivilgesellschaft eingegangen. Jeder Vorschlag wird einzeln gesichtet und in der FGSM auf Übernahme geprüft. Wenn uns eine Anmerkung nicht überzeugt, werden wir das öffentlich nachvollziehbar begründen. Wenn Sie über den weiteren Verlauf informiert werden möchten, tragen Sie sich bitte in unseren Verteiler ein.
Hans Hagedorn, Dominik Kerl, Constantin Mast und viele weitere Aktive der
Fachgruppe Standards für die Mobilitätswende (FGSM)
Aktuelle Kommentare zu diesem Dokument
Februar 27, 2026 um 6:18 a.m.
I.4 sollte dringend raus, zumindest das Bild. Dies ist keine sichere Radverkehrsführung (keine bauliche Trennung, sogar Parken rechts des Radverkehrs) – und auch für den Bus ungünstig. Das Bild verdeutlicht doch, dass hier ausreichend Platz für bessere Lösungen wäre, es aber eine total autokonzentrierte Lösung ist
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Februar 27, 2026 um 6:15 a.m.
Ich finde 2f wichtig, da der verbleibende Kfz-Verkehr damit verstetigt, d.h. flüssiger und sicher wird. Davon profitiert auch der Kfz-Verkehr selbst.
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Februar 27, 2026 um 6:07 a.m.
2b. würde ich deutlich positiver formulieren/ergänzen, in etwas “ durch die höhere Flächeneffizienz profitieren auch Gewerbe, da bei gleichen Flächen deutlich mehr Umsatz möglich wird“
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Februar 27, 2026 um 6:02 a.m.
Sollte Wirtschaftlichkeit nicht etwas weiter gefasst werden? Ein Hauptproblem des Autoverkehrs ist doch seine gravierende Flächenineffizienz und damit Ressourcenverschwendung. Durch weniger Autoverkehr und -stellplätze wird auch vielmehr Umsatz auf der gleichen Fläche möglich.
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Februar 27, 2026 um 6:00 a.m.
Dies könnte helfen, den Beharrungskräften zu verdeutlichen, dass dies nichts komplett neues ist, sondern auch so in Deutschland schon mit ähnlichen Ansätzen realisiert wurde und zu den deutschen Regelwerken passt
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Februar 27, 2026 um 5:58 a.m.
Wäre es nicht hilfreich aufzuführen, dass das auch in Deutschland nichts neues ist und oftmals schon in den 1970/80er Jahren mit ähnlichen realisiert wurde, wenn auch nicht so umfassend, wie z.B. in Berlin im Gräfe- oder Crellekiez?
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Februar 27, 2026 um 5:53 a.m.
Hierfür gibt es einfache und bewährte bauliche wie technische Lösungen
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Februar 27, 2026 um 5:53 a.m.
Ich finde es wichtig, dass der ÖPNV nicht nur am Rande verkehrt, sondern zentral in angemessener Geschwindigkeit. Dies ist z.B. ein Houten ein Problem, dass bei der Konzeption vergessen wurde. Nun wird versucht, dem mit Kleinfahrzeugen nachzukommen. Aufgrund der Netzstruktur ist dies aber sehr umständlich und aufwändig. Ein ähnliches Problem gibt es bei der Planung des Schumacher Quartiers. Dort hat die Verwaltung – entgegen der klaren Empfehlung der (von mir mit betreuten Machbarkeitsstudie) die Tram außen entlang am Schumacher-Damm (und nicht zentral, wie z.B. in Vauban) bevorzugt, was zu deutlichen Nachfrageeinbußen im ÖPNV führen wird und damit zu mehr Autofahrten.
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Februar 27, 2026 um 5:48 a.m.
Vielleicht dazu ein Satz wie „In den Superblocks steht der Aufenthalt im Vordergrund und die Flächenaufteilung wird darauf ausgelegt“
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Februar 27, 2026 um 5:45 a.m.
Es könnte doch ein Absatz ergänzt werden, welche Begriffe das Gleiche meinen
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