4.1.1 Basisstandard: Information
¶ 1 Leave a comment on Absatz 1 2 Die Basis jeder erfolgreichen Umsetzung ist das frühzeitige und verständnisfördernde Informieren der Anwohnenden, Gewerbetreibenden und sonstigen Nutzenden des Gebiets, die so ideal noch vor den ersten Medienberichten von den Problemen und Zielen erfahren.
¶ 2 Leave a comment on Absatz 2 0 Wichtig: Bei dieser Information sollte nicht das Mittel, sondern der Zweck der Planung in den Vordergrund gerückt werden. Zu erklären ist zunächst: Was ist das Problem? Wieso ist es nötig, etwas zu verändern? Warum gerade hier? Welche Vorteile hat das Ganze? Für Wen?
¶ 3 Leave a comment on Absatz 3 2 Das Thema “Superblock” oder technische Begriffe, wie z. B. „Modulfilter“ sind hier zunächst nicht interessant. Es geht hier darum, zentrale Zielsetzungen (siehe 2.1) entlang der ideal durch Befragungen oder andere Daten ermittelten Probleme einzeln und auf den lokalen Kontext angepasst verständlich und sachlich darzustellen. Dabei soll klar werden, warum z.B. die Verkehrssicherheit für Kinder, der Stellplatz für mobilitätseingeschränkte Menschen priorisiert wird, inwiefern das Gewerbe betroffen ist oder was Hitzevorsorge mit parkenden Kfz zu tun hat. Dabei hilft es, gewohnte Verwaltungs- oder Fachsprache zurückzustellen und Botschaften so zu vermitteln, dass unterschiedliche Personen sich mit diesen identifizieren können (Narrative Informationsstrategie).1 Sinnvoll ist, Botschaften positiv zu formulieren und den Nutzen für die Gemeinschaft bzw. für einzelne Gruppen betonen (“Gain-Framing”): “sichere Schulwege für Kinder”, “die Straße für Fußgänger öffnen” statt (nur) für Kfz zu “sperren” oder “weniger Lärm”. Solche Aussagen heben die Planungsziele hervor, anstatt auf den z.T. nur vermeintlichen Verlust für einzelne Gruppen zu fokussieren, wie etwa “autofreie Straßen” oder “wegfallende Parkplätze” (“Loss-Framing”). Dabei sollte jedoch auf ein ehrliches und ausgewogenes Bild geachtet werden. In Bild, Schrift und Erzählweise sollte eine einheitliche und leicht verständliche Kommunikationsstrategie erkennbar sein.2
¶ 4 Leave a comment on Absatz 4 0 Einseitige Information ohne Spielraum für Beteiligung mind. in Form von Feedback wird nicht empfohlen. Informierende Formate werden im Kapitel (4.1.4) genauer erklärt und gezeigt.
So kann Missverständnissen und Fehlinformationen vorgebeugt werden, die später nur noch schwer eingefangen werden können.
(Satz ergänzen)