4.3.2 Vernetzung der Superblocks
¶ 1 Leave a comment on Absatz 1 1 Alle potenziellen Superblock-Gebiete sind zusätzlich unter weiteren gesamtstädtischen Perspektiven zu betrachten:
- ÖPNV: Wie sind die Superblocks an das ÖPNV-Netz angeschlossen? Wie kann die Erreichbarkeit der Haltestellen durch den Fuß- und Radverkehr innerhalb der Superblocks verbessert werden? Durch die Betrachtung und Optimierung der gesamten Wegekette können Netzlücken minimiert werden.
- Radverkehr: Wie sind die Superblocks an das übergeordnete Radverkehrsnetz angebunden? Wie lassen sich quartiersübergreifende Radverkehrsrouten durch Superblocks gestalten? Die wichtigsten Verkehrsziele (Stadtzentrum, Ortsteilzentren) sowie Pendlerströme sind zu identifizieren. Die zusätzliche Kapazitätsnachfrage im Radverkehr ist in den entsprechenden Fachplanungen zu berücksichtigen.
- Biodiversität und blau-grüne Infrastruktur: Wie unterscheiden sich die Gebiete im Biotopflächenfaktor, also in der Versorgung mit Grün- und Erholungsflächen? Welche Defizite hat die blau-grüne Infrastruktur zur Vorbeugung und Abpufferung von Extremwetterlagen? Zukünftige Superblocks, deren Straßen noch vergleichsweise stark versiegelt sind, sollten mit diesem Fokus entwickelt werden. Sie liegen häufig in zentrumsnahen Gebieten.
- Kfz-Verkehr: Wie ist das Netz der Hauptverkehrsstraßen ausgeprägt? Können einzelne Abschnitte von Hauptstraßen in das Nebenstraßennetz heruntergestuft werden? Dies ist insbesondere für Straßen mit dichtem Einzelhandel und Gastronomie zu prüfen, weil sie oft ein Nahversorgungszentrum für einen Superblock bilden und nicht von Kfz-Durchfahrtsverkehr durchschnitten werden sollten.
- Zentrenentwicklung: Welche Ortsteilzentren können gestärkt werden, z. B. durch die Wiederbelebung der Erdgeschossebene und der vorgelagerten Straßenbereiche? Wie können diese lokalen Zentren für den Fußverkehr mit dem umliegenden Einzugsbereich sowie dem ÖPNV verbunden werden? Ziel ist eine stark polyzentrische Struktur, wie sie auch im Konzept der 15-Minuten-Stadt beschrieben ist.
¶ 3 Leave a comment on Absatz 3 0 Der Rahmenplan Superblocks sollte für jede betroffene Fachplanung (Verkehrsnetze, Biotopverbünde, Einzelhandelskonzepte, etc.) die Anforderungen und Auswirkungen benennen, die zu berücksichtigen sind.
Bitte ergänzen:
„- Fußverkehr: Wie lassen sich nahtlose, baulich von anderen Verkehren getrennte und barrierefreie Wegeketten für den Fußverkehr entwickeln? Wie können Gehwege durch mehr gesicherte und barrierefreie Querungsmöglichkeiten, zusätzliche Ruhebänke, verbesserte Beleuchtung etc. aufgewertet werden?“
Frage:
Warum ausgerechnet im Hinblick auf den Fußverkehr keine „gesamtstädtische Perspektive“?
Bei ÖPNV, „durch“
Frage: Ist womöglich „für“ gemeint?
Bei Kfz-Verkehr am Ende bitte ergänzen:
„Wie wird vermieden, dass Menschen, die aufgrund von Beeinträchtigungen auf KFZ angewiesen sind, in ihrer gleichberechtigten Mobilität oder in ihrem Recht auf freie Wahl des Wohnortes behindert werden?“